Neujahrsempfang: Stolz sein auf die Geschichte

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Bernhard Reuter

 

Es war am vergangenen Freitag die letzte Veranstaltung des SPD-Unterbezirks Osterode zu der Vorsitzender Karl Heinz Hausmann eingeladen hatte: der Neujahrsempfang im Freizeitzentrum Walkenried. Einen Tag später löste sich der SPD-Unterbezirk Osterode auf, um einen neuen Unterbezirk zusammen mit Göttingen zu gründen. Dies war Anlass für eine Rückschau auf die bisherige Arbeit. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch einige Fraktionsmitglieder aus dem Kreistag Göttingen.

 

„Es ist ein Abschied mit Freude und mit Stolz auf die Geschichte“, sagte Göttingens Landrat Bernhard Reuter in seiner Rede. Der Unterbezirk Osterode – und auch der Landkreis Osterode – könnten stolz sein auf ihre Tradition. „Es waren immer Sozialdemokraten, die den Landkreis Osterode geprägt und nach vorne gebracht haben“, sagte er selbstbewusst. Er erinnerte an die sozialdemokratischen Oberkreisdirektoren Kurt Schröder, Albert Ohnesorge und Friedrich-Karl Böttcher, die zwar jeweils auf die Arbeit ihres Vorgängers aufgebaut, aber doch eigene Akzente gesetzt hätten. So habe Kurt Schröder ein modernes Schulwesen entwickelt, von dem die Berufsschulen heute noch profitierten. Albert Ohnesorge stehe für eine moderne Infrastruktur im Kreis Osterode, und Friedrich-Karl Böttcher sei die Restaurierung und die Belebung des Klosters Walkenried zu verdanken. Die Kreuzgangkonzerte hätten einen sehr guten Ruf weit über die Grenzen Südniedersachsens hinaus.

Weiter erinnerte Reuter an die Landräte Otto Haberlandt, der ein Vorbild für Bürgernähe war, und Manfred Thoms, in dessen aktiver Zeit die Arbeitslosigkeit bedeutend gesunken sei. Habe die Arbeitslosenquote 1995/96 noch bei 16 Prozent gelegen und Osterode damit als Schlusslicht in Niedersachsen gegolten, sei man jetzt im Winter bei sechs Prozent angekommen – „exakt der Landesdurchschnitt“. Damit lägen die Landkreise Göttingen und Osterode heute gleichauf.

Immer sei der gleiche „rote Faden“ in der Politik erkennbar gewesen: das Eintreten für die Schwächeren. Das sei gelungen durch gute Bildung und damit Chancengleichheit für alle und die Sicherung der Beschäftigung.

Neujahrsempfang 2016

Bernhard Reuter bei seinem Vortag
Fotos: Karl Heinz Bleß

Die anstehende Kreisfusion nannte Reuter eine „mutige, gute und richtige Entscheidung“, die zum richtigen Zeitpunkt gefallen sei. Beide Landkreise würden davon profitieren. Um das zu belegen führte Göttingens Landrat für Osterode die starke Industrie mit Weltmarktführern an, das überdurchschnittliche Einkommen, die hohe Wertschöpfung sowie Landschaft und Natur. „Vielleicht haben wir ab dem 28. Februar mit Patrick Vollrath sogar einen Oscar-Preisträger im Landkreis.“ Ebenso habe Göttingen viel einzubringen mit der weltweit beachteten Universität und ihren Instituten, die schon einige Nobelpreisträger hervorbrachte.

Mit seinem Blick voraus zeigte Reuter die künftigen Aufgaben des vergrößerten starken Landkreises auf: die Integration der Flüchtlinge, die weitere Förderung der Wirtschaft und eine Kreisverwaltung mit weiterhin gutem und qualifizierten Personal. Dazu komme die Aufgabe, eine Strategie zu entwickeln, die Südniedersachesen innovativ und fortschrittlich in Hannover, Berlin und Brüssel wahrnehmen lasse. Denn die Region hole auf. Reuter: „2025 wollen wir ganz vorne sein.“ Selbstbewusst schloss er vor den Genossinnen und Genossen: „Das können nur wir. Und das können wir nur gemeinsam.“

 
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